Ostern geht weiter.

Osterspuren im Goldkreis –
hinein in den Alltag.
Kostbaren Glanz entdecken
und Spuren lesen:
Geheimnis des Lebens
und des Glaubens
im österlichen Licht.


Bild: Osterkerze aus dem Karmel Regina Martyrum, Berlin
Foto und Text: Franz-Reinhard Daffner, Domkapitular, Abteilung Spirituelle Dienste


06.2019 Frauenbundausflug nach Schramberg


Am vergangenen Donnerstag machten sich 30 Frauen auf den Weg nach Schramberg ins Junghans-Uhrenmuseum. Bei einer Führung durch den Terrassenbau, ein Meisterwerk des bedeutenden Stuttgarter Industriearchitekten Philipp Manz, konnten wir die große Uhrensammlung bestaunen. Es ist eine Zeitreise durch 2 Jahrhunderte Uhrengeschichte. Das Gebäude ist noch im Originalzustand erhalten
Von Schramberg ging es weiter nach Tennenbronn in den Gasthof Adler zu einem ausgezeichneten Mittagessen. Nach 40 Minuten kurviger Fahrt durch den Schwarzwald wurden wir durch das Benediktinerkloster Alpirsbach geführt. Die romanische St. Nikolaluskirche wurde um 1130 erbaut. 1556 richtete Herzog Christoph von Württemberg ein Gymnasium für die Ausbildung von evangelischem Pfarrnachwuchs ein.
Bis 1806 war Alpirsbach ein selbständiges Klosteramt und ging am Anfang des 19. Jahrhunderts in den Besitz des Hauses Württemberg über. Heute ist die Kirche die evangelische Pfarrkirche.
Nach einer Kaffeepause im Cafe am Kloster traten wir die Heimreise an.



Maria 2.0 Frauen rufen zum Protest auf


Es geht bei Maria 2.0 nicht um den Boykott von Gottesdiensten oder darum Maria zu verunglimpfen. Es geht um eine positive Veränderung in der katholischen Kirche. Der katholische deutsche Frauenbund rief zu dieser Aktion auf. So fand auch in St. Maria Meckenbeuren eine „Streikwoche“ statt. Beginn war am Sonntag, 12. Mai 2019. Aus Rücksicht auf die Feier der Erstkommunion erst ab 12.00 Uhr. Frauen, Kinder und Männer trafen sich bewusst vor den Kirchentüren um Gottesdienst zu feiern. Sie wollen eine Veränderung für eine zukunftsfähige Kirche für ihre Kinder und Enkelkinder. Es geht um die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle und eine Gleichberechtigung in der Ämterfrage. Wie sieht denn die katholische Kirche aus, wenn keine Frauen mehr in die Kirche gehen? Wer ist in vielen Diensten der Kirche tätig? Wer wird aber aus den Ämtern ausgeschlossen? Ist die Begründung theologisch nicht längst überholt? Wertvoll waren die Begegnungen und Gespräche nach den Gottesdiensten. Gerne könnte auch dies eine positive zukünftige Veränderung für St. Maria und die ganze Seelsorgeeinheit werden.



05.2019 Jakobus-Pilgern


15 Frauen wanderten am 11. Mai mit dem Kath.Frauenbund Meckenbeuren auf dem Jakobusweg von Bad Waldsee nach Weingarten.
Nach einem geistlichen Impuls in der Pfarrkirche in Bad Waldsee führte uns der Weg durch die Stadt hinaus ins freie Feld. Der Regenumhang und der Regenschirm waren unsere treuen Begleiter. Wir erlebten eine wunderschöne Frühlingslandschaft, begegneten einer Pilgergruppe auf dem Weg nach Einsiedeln und fanden freundliche Aufnahme zum Mittagsvesper auf einen Bauernhof in Quick. Trotz Regen kamen die Frauen nach 6 Stunden frohgemut in Weingarten in der Basilika an. Nach Kaffee und Kuchen im Klostercafe gings mit Bus und Bahn nach Meckenbeuren. Reich beschenkt von einem erfüllten Tag mit guter Gemeinschaft und fröhlichem Wandern war die einstimmige Meinung:
„wir wandern nächstes Jahr weiter“.




03.2019 Clara von Assisi – eine selbstbewusste Frau


Mit dem Kanon „Lobe den Herrn meine Seele“ eröffnete Schwester Francesca Trautner den Besinnungsvormittag des katholischen Frauenbundes im Gemeindehaus St. Maria Meckenbeuren. „Denn heute ist ein Hochfest“ so Schwester Francesca „heute ist Mariä Verkündigung, ein kleines Weihnachten im März“.
30 Frauen ließen sich dann ins Mittelalter entführen um Clara von Assisi kennenzulernen. Geboren 1194 (als adelige Tochter) folgte sie als 18 Jährige den Spuren des heiligen Franziskus und ließ sich vom Armutsideal begeistern. Sie gründete eine Frauengemeinschaft „kleine Schwestern“. Heute gibt es noch 20 Ordensgemeinschaften der Clarissinen in Deutschland. Clara war die erste Frau, die eine Ordensregel verfasste, da die schon vorhandenen Regeln für sie nicht passten. Für sie war in Armut Gott nachfolgen das wichtigste Gebot. Nach jahrelangen Kämpfen wurde ihre Regel zwei Tage vor ihrem Tod im Jahr 1253 von Papst Innozenz IV in Rom bestätigt.
Ihr Leben war von Krankheit gezeichnet. Dennoch verlor sie nicht ihre Lebensfreude, ihr Gottvertrauen, ihren Mut. Dies ist auch zu erkennen in den Liedern und Texte die von Clara überliefert sind.
Zum Abschluss des Besinnungsvormittags feierten die Frauen eine Andacht mit Liedern der heiligen Clara. Inspiriert von einer faszinierenden Persönlichkeit konnten die Frauen Impulse für ihr eigenes Leben mit nach Hause nehmen.






19.01.2019 Meckenbeurer Frauen "ziehen den Hut"


Die bundesweite Aktion "Wir ziehen den Hut " des Katholischen Frauenbundes haben über zwanzig Frauen des Meckenbeurer Zweigvereins am Samstag eindrucksvoll unterstützt. Mit der Aktion erinnerte der Katholische Frauenbund landesweit an den 19. Januar 1919, als Frauen erstmals das kurz zuvor verkündete Frauenwahlrecht nutzten und sich als Abgeordnete in die verfassungsgebende Nationalversammlung wählen ließen. Gerade auch die Stimmrechtsaktivistinnen von damals waren bewusst mit Hut auf die Straße gegangen, um einzukaufen, zu flanieren und für ein Frauenwahlrecht zu demonstrieren. Entsprechend sollte das Tragen eines Hutes am Jubiläumstag ein erneutes Bekenntnis zu Demokratie und Frauenrechte sein, so die Initiatoren des Aktionstages. Unterstützt wurden die Frauen dabei von zahlreichen Vertreterinnen aus der Politik und Gesellschaft. So auch von der ehemaligen Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes Annette Schavan: "Frauen haben das Frauenwahlrecht erstritten und haben so dafür gesorgt, dass die Gleichstellung ins Grundgesetz kam. Die Frauen haben sich nicht beirren lassen; sie setzten sich durch. Sie schufen 1919 und 1949 Durchbrüche, die die politische Kultur durchgreifend verändert haben. Vor diesen Frauen ziehe ich den Hut". Gabi Ilg vom hiesigen Zweigverein und stellvertretende Diözesanvorsitzende des Frauenbundes schlägt in dieselbe Kerbe und zeigt sich erfreut über die erfolgreiche Aktion in Meckenbeuren. "Wir wollten auf diese Weise an die mutigen Frauen von damals erinnern und all jene bestärken, die sich heute politisch engagiert für Demokratie und Frauenrechte einsetzen", so ihr Resümee.
Text: Karl Gälle


Foto: Karl Gälle

Foto: Karl Gälle